Sportbrillen im Wandel der Zeit

Wenn es um Oakley geht, schlagen zwei Herzen in meiner Brust.
Der Fan der 90er, der selbst eine Oakley Juliet und eine Oakley Over The Top hatte – Brillen, auf die man sparen musste, weil sie etwas Besonderes waren.
Modelle, die man suchen musste, weil es sie nicht überall gab.

Und der Optiker von heute, der die aktuellen Oakley Modelle im Internet sieht – als Massenprodukt, preisgetrieben und austauschbar.

Ja, auch wir bei BrillenRebellen (brillenstudio N) gehen diesen Weg.
Nicht, weil wir müssen, sondern weil viele unserer Kunden Oakley gezielt suchen und bei uns kaufen wollen.

Als Optiker und Betreiber eines Online Shops und eines stationären Geschäftes in Kaufbeuren können wir uns dieser Entwicklung nicht entziehen.
Aber was ist passiert?

Damals war Oakley Kult, eine Brillenmarke mit Wiedererkennungswert.
Als Filmbrille in Mission Impossible, Blade oder bei Marvel, getragen von amerikanischen Olympioniken, war sie ein Symbol für Stil, Mut und Individualität.
Verspiegelte Gläser wie Fire Iridium und futuristische Designs machten Oakley einzigartig, eine Marke mit eigener DNA und nicht austauschbar.

Dann kam das Jahr 2007 und Luxottica übernahm Oakley.
Was anfangs noch funktionierte, wurde schnell zur Massenmarke.
Eine Brille für jeden, immer noch optisch erkennbar, aber in jedem Geschäft verfügbar und online permanent günstiger.
Die ursprüngliche Oakley DNA wurde schwächer.

Ich trage Oakley heute weiterhin.
Aktuell eine Dehaven mit Gleitsichtgläsern.
Ich bin älter geworden und trage sie nicht mehr mit dem damaligen Coolness Gefühl, sondern eher wie Songs aus den 80ern und 90ern, die an eine unbeschwerte Zeit erinnern.
An lange Nächte, Skaten, Snowboarden und Freiheit.

Ist Oakley heute noch eine Kultmarke.
Für manche ja, für andere eher nicht.
Für mich ist sie ein Stück Optik und Lebensgeschichte, das mit mir älter geworden ist und sich verändert hat.
Ob das positiv oder negativ ist, entscheidet jeder für sich.

 

Oakley Sonnenbrillen: Code OAKLEY10 reduziert den Preis um 10 Euro.

 

Oakley - von der Kultmarke zu Mainstream - Ware

Oakley damals – Kultstatus und Wiedererkennungswert

Unterschied zwischen einer Sportbrille und einer Brille die man zum Sport benutzt

Der Unterschied zwischen einer Sportbrille und einer Brille, die man zum Sport trägt

Mit fast jeder Brille kann man Sport treiben.

Man kann mit normalen Turnschuhen laufen, mit einem beliebigen Fahrrad fahren und mit nahezu jedem Golfschläger Golf spielen. Trotzdem gibt es Laufschuhe, Rennräder und unterschiedliche Schläger für unterschiedliche Aufgaben.

Bei Brillen ist es nicht anders.

Eine Brille, die man beim Sport trägt, ist nicht automatisch eine Sportbrille. Der Unterschied liegt nicht in einem sportlichen Logo, einer gebogenen Fassung oder einer auffälligen Glasfarbe. Der Unterschied liegt in der Sehaufgabe.

Eine normale Brille ist für den Alltag gemacht. Eine Sportbrille wird auf die Anforderungen einer bestimmten Sportart abgestimmt. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass sie besser ist. Für viele Menschen und viele Sportarten reicht eine normale Brille vollkommen aus. Eine Sportbrille wird erst dann interessant, wenn die Anforderungen an das Sehen steigen oder eine bestimmte Sportart besondere visuelle Aufgaben stellt.

Denn nicht jede Sportart verlangt dieselben Informationen vom Auge.

Beim Golf müssen Ballflug, Entfernungen, Geländeübergänge, Grünstrukturen und Kontraste erkannt werden. Beim Radsport spielen Sichtfeld, Windschutz, seitliche Wahrnehmung und schnelle Lichtwechsel zwischen Sonne, Schatten und Wald eine wichtige Rolle. Im Schießsport stehen Zielerkennung und Präzision im Vordergrund. Andere Sportarten stellen wiederum andere Anforderungen an das Sehen.

Deshalb gibt es Golfbrillen, Radsportbrillen, Schießsportbrillen und Sportbrillen mit Sehstärke.

Wer kurzsichtig, weitsichtig oder von einer Hornhautverkrümmung betroffen ist, benötigt häufig eine Sportbrille mit Sehstärke. Dabei geht es nicht nur darum, scharf zu sehen. Je nach Sportart können Blickrichtung, Kopfhaltung, Entfernungen, Sichtfeld und Bewegungsabläufe andere Anforderungen stellen als im Alltag. Deshalb ist eine Sportbrille mit Sehstärke oft mehr als eine normale Brille mit getönten Gläsern. Sie soll die Fehlsichtigkeit korrigieren und gleichzeitig die Sehaufgaben der jeweiligen Sportart unterstützen.

Nicht weil man ohne sie keinen Sport treiben könnte, sondern weil unterschiedliche Sportarten unterschiedliche Sehaufgaben erzeugen.

Genau hier entsteht auch ein häufiger Denkfehler. Viele Menschen investieren viel Zeit und Geld in Schläger, Fahrräder, Schuhe oder Training. Gleichzeitig gehen sie davon aus, dass dieselbe Brille für jede Situation optimal sein muss.

Dabei werden alle Informationen im Sport zuerst über die Augen aufgenommen.

Eine Sportbrille ist deshalb nicht für Sport gemacht. Sie ist für die Sehaufgaben einer bestimmten Sportart gemacht.

Eine Sportbrille soll nicht einfach nur scharfes Sehen ermöglichen. Sie kann zusätzlich auf Kontrastwahrnehmung, Lichtdurchlässigkeit, Sichtfeld, Blendung, Glasfarbe, Tiefenwahrnehmung, Reaktionsgeschwindigkeit oder wechselnde Lichtverhältnisse abgestimmt werden.

Deshalb ist auch eine Sonnenbrille nicht automatisch eine Sportbrille. Eine Sonnenbrille reduziert hauptsächlich Helligkeit und Blendung. Eine Sportbrille soll darüber hinaus die Wahrnehmung in einer bestimmten Sportart unterstützen.

Dabei wird die Fassung häufig überschätzt. Für die tatsächliche Wahrnehmung sind oft die Gläser wichtiger. Glasfarbe, Kontrastwirkung, Lichtdurchlässigkeit, Entspiegelung, Selbsttönung, Polarisationsfilter und die individuelle Sehstärke beeinflussen häufig stärker, was ein Sportler wahrnimmt, als die Form der Brille selbst.

Die beste Sportbrille gibt es nicht.

Genauso wenig wie es den besten Golfschläger, das beste Fahrrad oder den besten Laufschuh für alle Menschen gibt. Es gibt nur Lösungen, die besser oder schlechter zu einer bestimmten Sportart, einer bestimmten Situation und den individuellen Sehwerten passen.

Deshalb kann dieselbe Person mit ihrer Brille im Alltag hervorragend sehen und beim Golf, Radfahren oder Schießsport trotzdem Nachteile haben. Nicht weil die Brille schlecht ist, sondern weil die Anforderungen an das Sehen andere sind.

Die eigentliche Frage lautet daher nicht:

„Brauche ich eine Sportbrille?“

Die entscheidende Frage lautet:

„Unterstützt meine aktuelle Brille die Sehaufgaben meiner Sportart optimal?“

 

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.